Das Geheimnis des Erfolgs von Tennis in Kitz: "Die Weltoffenheit"
Kein gehässiges Pfeifkonzert, weil amal a Deitscher g' winnt (hat übrigens keiner gewonnen). Kein Jammern, weil Melzer nicht da war (hat ihn jemand vermisst?).
In Kitzbühel stand Rot-Weiss-Rot für altösterreichische sportive Toleranz.
Der Kärntner Alex Antonitsch kam im Schottenrock, Kitzbühels Tennispräsident, Herbert Günther, ist von Geburt her Brasilianer. Und als Tennishoffnung Haider-Maurer unterging, da kamen, unbeschadet dessen, wie in den Tagen zuvor, täglich ungebremst 3.500 bis 4.000 Tennisbegeisterte nach Kitzbühel. Am Ende gewann im Center Court, unterm Hahnenkamm, unter frenetischem Jubel, ausgerechnet einer derer, die Tirol, Sommer wie Winter, gern gesehene Gäste sind: Ein Niederländer, namens Robin Haase.
„Dat is prachtig. Ik zag het er wel een keer van komen. Ik had het nu eigenlijk niet verwacht, maar deze week viel eindelijk alles op zijn plek. Het is erg verdiend. In je eerste ATP finale en dan gelijk winnen. Dat kunnen er niet veel.”
Nein, kaum einer hatte das erwartet. Robin hat das mehr als verdient!
So durfte sich Kitzbühel das historische Verdienst zuschreiben, der Ort zu sein, an dem Robin Haase, der Oranjer, sein erstes ATP Finale gewann.
Liest man dieser Tage den Telegraaf, das Nederlands Dagblad oder den Volkskrant, dann findet man dort. gut aufgemacht, die Botschaft vom erfolgreichen ATP Sieger Robin Haase in Kitzbühel. Und da die Niederländer statistisch die leidenschaftlichsten Zeitungsleser der Welt sind, muss diese niederländische Kitzbühel-Hype mit der Abstinenz von Melzer mehr als versöhnen.
Fazit, Kitzbühel ist eine Weltbühne und kein Provinztheater. Das sagt auch einer, der das ATP-Turnier in Kitzbühel zur Dauereinrichtung machen möchte, der Vice-President des ATP-Lizenzgebers, Octagon, Jorge Salkeld, aus Peru.














