19. Jul. 2011

Freiheit auf dem Feuerstuhl

16. Harley Davidson Treffen in Kitzbühel. Drei Tage lang. Geschäftiges Treiben in der Gamsstadt. Die Marketing-Maschinerie läuft, wenn die Feuerstühle die Innenstadt stürmen. Zwischen den bunten Ständen und der Bühne für das Abendprogramm rollen die Kostbarkeiten auf zwei Rädern durch das berühmte Alpenstädtchen. Harley-Looking statt Sight-Seeing für die Touristen. Ein bereits legendäres Spektakel für die Einheimischen. Und wieder einmal dieses einzigartige Gefühl der Freiheit für die Harleyisten.

Kaum ist die Frage, was denn diese Faszination ausmacht, gestellt, geraten sie ins Schwärmen, diese Männer in den besten Jahren: „Es geht nicht ums Tempo machen, es geht ums Cruisen.“ Aha, wenn wir Franky Schmückle richtig verstehen, ist also das gemütliche Dahingleiten am Asphalt das Geheimnis. Dem Alter angepasst, meint er, denn die jüngsten Harleyfahrer fangen bei 40 an.

Ein illustrer Kreis in Lederkluft startet mitten in Kitz, dreht eine Runde durchs Pillerseetal und macht den ersten Halt am Flughafen in St. Johann. Beflügelt von der spektakulären Show des Stuntman Oliver Ronzheimer heben die harten Jungs mutig ab zum Speedwettbewerb – eine viertel Meile am Flugfeld. Es macht ihnen also doch Spaß, mal so richtig Gas zu geben. Nicht nur auf der Roll- sondern auch auf der Partypiste. Zurück in Kitz, mitten in den Tiroler Alpen zelebrieren die Harley-Piloten eine "American Night" mit "The Monroes", Jazzfrequenz goes Blues, Barkeeper mixen Cocktails, Tattoo Studio. Große Bühne für die Nobel-Biker. Und da fühlen sie sich wieder wie die Jungen …

Blitzendes Chrom in Kitz; Foto: (c)2011 multi visual ART, Martin Raffeiner
Ca. 1000 "Harleyisten" rollen durch Kitzbühel; Foto: (c)2011 multi visual ART, Martin Raffeiner