29. Mar. 2011

Auswilderung von Steinwild in Tirol

Der Alpenzoo Innsbruck und die Auswilderung von Steinböcken in Tirol:
Im 19. Jahrhundert war der Alpensteinbock fast völlig ausgerottet. Zu dieser Zeit gab es noch eine Restkolonie von 50 bis 100 Tieren im italienischen Gran Paradiso. Per Erlass König Vittorio Emanueles II. waren sie geschützt. Vom Aosta Gebiet aus begann die Wiederansiedlung im gesamten Alpenraum. In Tirol begann die Auswilderung 1976. Der heutige Bestand im Alpenraum wird zur Zeit auf insgesamt etwa 40.000 Tiere geschätzt. Davon leben in Tirol allein 4.000 Tiere.

Dennoch, die Bestände müssen wegen der Populationsbelastenden Gamsräude weiter genau beobachtet werden und auch die Zucht und Wiederansiedelung muss weiterbetrieben werden. Das bewerkstelligt, international führend, der Alpenzoo Innnsbruck. Der Schutz und die Erhaltung des so imposanten Alpensteinbocks ist also erfolgreich. Von 1987 bis 2009 wurden durch den Alpenzoo Innsbruck in Tirol 233 Tiere ausgesetzt. Überwiegend handelt es sich um ein- bis drei-jährige Tiere.

Fazit: Bei all den schlechten Nachrichten über die Umwelt, gilt nach wie vor das Wort von Martin Luther: „Und wenn morgen die Welt unterginge, ich würde heute noch ein Bäumchen pflanzen.“ Oder, wie in unserem Falle, bedrohte Tierarten vor dem Aussterben retten.