25. Sep. 2015

Europa im Chaos, die Zuwandererströme reißen nicht ab

Das Europäische Chaos: Die USA haben es durch ihre Nahostpolitik vorbereitet und die Deutsche Kanzlerin hat es losgetreten. Unumkehrbar. Sie ließ schlicht und einfach die Dinge laufen.

Bis zu einem gewissen Grad mochte man eine temporäre Flüchtlingshilfe gerne bejahen. Was die Kanzlerin und ihren Stuhl rettete (einstweilen), war die Deutsche und wohl auch die österreichische Bevölkerung und ihre spontane, überwältigende Hilfsbereitschaft. Es war dies der engagierte Einsatz der Hilfs- und Rettungsorganisationen, sowie das Engagement der Polizei, der Ämter und derer, die Transporte organisierten von Nickelsdorf, non Stop ins "Gelobte Land". Die Jubler mit Gummibärchen, Beifall-Klatschen und Schmusebären, mal aussen vor gelassen. Noch wissen wir nicht, wie lange sie noch klatschen und wie lange die "Willkommenskultur" hält.

Jedenfalls, was da passiert, ist der Exodus einer ganzen Nation, gemeint ist Syrien. Und dieser Exodus zerstört, das ist unwiderlegbar, ganz Europa. Es sind durchwegs willensstarke junge Männer, durchsetzungsfähig im Positiven, wie im Negativen, durchdrungen vom unerschütterlichen Willen, vorwiegend in Deutschland ihr Glück zu machen. Niemand anderer als Deutschland, hatte diesen Trend losgetreten.

Kaum noch in der Lage für Nachwuchs zu sorgen, um ja nicht aus der Fun-Gesellschaft herauszufallen, lechzte eine, weitgehend im Luxus degenerierte Gesellschaft nach frischem jungen Blut aus Afrika und dem Nahen Osten. Die deutschen Verlockungen wurden gehört und so schwoll eine mit Smartphone und Tablet gut ausgerüstete junge Generation zu einem riesigen Auswandererstrom an. Das schwächte freilich die Widerstandskraft ihrer Heimaten und liess Europas Ordnung zeitweise kollabieren. "Wir schaffen das", tönte die deutsche Kanzlerin, hinein in das Chaos und schockierte im Alleingang Europa.

Deutschland ist der wirtschaftliche Motor der EU und liegt im Zentrum des Euro Raums. Pragmatisch gesehen, wird die noch stattfindende Implosion Mitteleuropas, ausgelöst durch nicht enden wollende Zuwandererströme, eine europaweite Katastrophe auslösen. Schuld ist nicht nur die Politik, Schuld ist auch die Blauäugigkeit großer Teile der Bevölkerung.

Das Problem erwischt Mitteleuropa ausgerechet im Generationenwechsel. Die Generation der Erben übernimmt Vermögen und Substanz einer ehemals arbeitsamen und pflichtbewussten Generation. Sie kann, bis auf Ausnahmen, als "Fun Generation" nur mehr ein Marktpotential bilden. Verantwortung und Leistung an der Gesellschaft sind kaum zu erwarten. Der Willkommensjubel zeigt sich am Ende als die Laune einer verwöhnten Gesellschaft, die nur wenig Gefühl mehr hat für Weitsicht, Augenmaß und Verantwortung.