03. Sep. 2011

Hansi und Kitzbühel: Eine problematische Liebe

Die Heimat, die Berge: Davon träumen sie. Zehntausend Fans am Hahnenkamm, gemeinsam mit Hansi. Die Heimat, die Berge? Sie sind größtenteils zum Bestpreis verscherbelt, um harte Münze. Von 60 Maklern auf 8000 Einwohner gerechnet, im Abverkauf. Die Folge, ein Klima von Neid, Gier und eine harter Zug im Antlitz der Region.

Maß und Ziel hat wohl auch mancher Hotelier in Kitzbühel verloren, wenn er Hansi Hinterseer-Gästen ein überteuertes 14 Tage Paket aufzwingt, obwohl der sich vielleicht nur 6 Tage leisten will und kann: "14 Tage buchst, sunscht geht nix, pfiati."

Ernüchterung macht sich breit. Und als Hansi´s Manager eine Erhöhung der Unkostenpauschale für seinen Schützling ausverhandeln möchte, bläst das Lokalblatt, die Tiroler Tageszeitung, zum Sturm auf die Ikone Hansi und löst damit deutschlandweit Negativschlagzeilen über Kitzbühel aus.

Das übelste Zitat im Tagblatt „Hansi raubt Kitzbühel aus“.

"Das sei alles zutiefst abstoßend, so mancher Gast komme da nicht wieder. Unfair gehe man mit Hansi um. Das hätte man auch Wochen später untereinander aushandeln können." So denken die Leute, so schreiben sie in Leserbriefen.

Fazit: Das Phänomen der Fangemeinde Hansi Hinterseer wird zerredet. Die Fans in der Tagespresse verächtlich gemacht und der Geldsack in Kitz wird neidvoll bewacht.
Die heile Welt von Kitzbühel hat eine hässliche Schramme im Gesicht.