09. Mar. 2010

Der 6. Duke of Westminster zu Gast in Kitzbühel

Er kam nobel und bescheiden und genoss Kitzbühel. Der 6. Herzog von Westminster, Gerald Cavendish Grosvenor. Was ihm am besten gefiel: Die Einheimischen, die Kitzbüheler selbst. „Sie sind freundlich und grüßen Dich auf der Straße und das ist nicht alltäglich in Wintersportorten“, sagt His Grace, der Herzog. Wenn wir eine Parallele ziehen zum Besuch des Prince of Wales im Jahre 1936 in Kitzbühel, dann war es damals schon die sympathische Art der Einheimischen im Umgang mit den Gästen, was zählte. Die sog. Promis in unseren Tagen, angesichts der bescheidenen und liebenswürdigen Art des Herzogs, wirken demgegenüber schräg, grell und geradezu peinlich. Nach 75 Jahren war wieder einmal ein hoher britischer Gast da. "Welcome Your Grace". Als reichste Persönlichkeit des Hochadels von Großbritannien, wird das Vermögen des Herzogs auf 11 Milliarden Dollar geschätzt. Einen Großteil macht der Grundbesitz in bester Londoner Lage aus. Dazu kommen Ländereien in verschiedenen Grafschaften und der riesige Landsitz Eaton Hall, sowie größerer Besitz an Immobilien und Ländereien in Chester und in Schottland. Der Herzog steht der „Grosvenor- Group“ vor, ein weltweit agierender Projektentwickler für Immobilien. Der Duke of Westminster ist Kanzler der Universität Chester. Gerald Cavendish Grosvenor, der 6. Duke of Westminster, ist Ehrenoberst diverser königlicher Regimenter und war zudem Chef der Britischen Territorialarmee. Wie formulierte er sich noch in seiner unnachahmlich charmant-britischen Art in Bezug darauf, wie schön Kitzbühel doch sei: Zurück in England, „I certainly will spread the message over“.