10. Oct. 2007

Hubschrauberfliegen im Hochgebirge

Truppenübungsplatz Hochfilzen bei Kitzbühel: Befehlsausgabe, Briefing, Wetterlage. Österreichs Heli-Rider proben das äußerste. Jeden Herbst ist das so. Ja, und die Nato schaut ihnen dabei nicht nur über die Schulter, sie fliegt mit! Hierzulande, in den Bergregionen bekommen die Piloten ein neues Gefühl beim Fliegen in dünner Luft. Hochgebirgsfliegen eine eigene, eine neue Flugerfahrung. So steigen sie auf zu ihren speziellen Übungsflügen, immer dann, wenn das Herbstlaub einen goldenen Schimmer über Land und Wälder legt. Um diese Zeit lässt's sich gut üben. Man beginnt natürlich besser an ruhigen, klaren Oktobertagen. Die harten Zeiten kommen später. Doch dann hat man sich die notwendige Routine erflogen. Das Ziel heute: Die Hochkönigregion, das Steinerne Meer. Die Fluglehrer, handverlesen sind sie und so manchen kennt man noch gut, seit der Lawinenkatastrophe von Galtür. Wir fliegen mit Hauptmann Fleischhacker. Er koordinierte seinerzeit die Einsätze in Tirol. Heute hat er einen Flugschüler rechts am Steuerknüppel. Ja und der dritte Mann ist der Bordmechaniker, zuständig auch an der Winch bei Rettungseinsätzen.

Der Auftrag heute, hart am Fels operieren und auf 2900 Metern Höhe einen Mann auf dem Gletscher absetzen. Er soll aber nicht unnötig herumlaufen, “wir haben keinen Bock darauf, ihn aus einer metertiefen Spalte heraus zu ziehen”, sagt der Hauptmann.
Ein heisses Herz und kalte Füsse, das bekommt man, wenn man bei offener Luke den beinahe-Dreitausendern von oben in den Ausschnitt schaut.