17. Feb. 2012

„Glücklich älter werden im Raum Brixental/ Wildschönau“

Soziales Projekt fordert Menschen wieder am Leben teilzunehmen.


Die Gemeinden Wildschönau, Itter, Hopfgarten, Westendorf, Brixen und Kirchberg haben das soziale Projekt „Glücklich älter werden im Raum Brixental/Wildschönau“  ins Leben gerufen, welches  sich der Herausforderungen der nächsten 20 Jahren annimmt.

Entstanden ist die Idee im Planungsverband Brixental/Wildschönau. Paul Sieberer (Bgm. Hopfgarten im Brixental) betrachtet sich dabei als einer der Motoren, jedoch sei er nicht „der Motor“, bescheiden wie der Bürgermeister der Gemeinde Hopfgarten uns im Interview mitteilte. Es wurden die Köpfe zusammengesteckt und das Resultat ist wohl das sozialste Projekt, das es je in der Region gab.

Momentan gibt es in allen Gemeinden Nachbarschaftshilfe in verschiedenen Formen. Der Sozialsprengel bietet älteren Menschen mobile Einrichtungen an und die Wohn- und Pflegeheime leisten hervorragende Arbeit.  Die Ist-Situation ist auch nicht das, was man ändern möchte. Es kommen zukünftige Herausforderungen, die betroffene Gemeinden zwingen zu handeln. Zudem soll das Projekt „Glücklich älter werden im Raum Brixental/Wildschönau“ keine Konkurrenz zu den genannten Diensten darstellen.

Derzeit gibt es in den Regionsgemeinden zusammen 197 Wohn- und Pflegeplätze. Bei gleichen Voraussetzungen wird für 2031 ein Bedarf an 368 Betten prognostiziert (Steigerung von 86 %). Die immensen Kosten die für die Errichtung eines Pflegebettes anfallen sind dabei auch nicht zu unterschätzen. Momentan liegen die Kosten für die Errichtung eines Pflegebettes bei ca. 150.000 ,- Euro. Der Wunsch der älteren Menschen möglichst lange daheim in den eigenen vier Wänden bleiben zu können steht dem Aspekt der Errichtung der Pflegebetten gegenüber. Denn „dahoam is am schensten“. Sie wünschen sich wieder mehr Kontakt zum Nachbarn zu haben, der ihn womöglich gar nicht kennt, obwohl man Tür an Tür jahrelang wohnt. Genau solch eine Situation will man verhindern, es sei wichtig, dass „die Menschen wieder am Leben teilnehmen.“

Das verfolgte Ziel sei es „gemeinsam in der Region dieses Projekt voranzubringen“, so Bürgermeister Paul Sieberer. 

v.l.n.r.: T. Margreiter, R. Silberberger, H. Berger, E. Huber, J. Gratt, P. Sieberer; Foto: Brigitte Eberharter