25. Jan. 2015

Rund um den Hahnenkamm

1931 fand das Internationale Hahnenkamm-Rennen zum ersten Mal statt. Man kann getrost behaupten, es ist wohl das einmaligste alpine Sportfest. 

Ja, Sportfest. Es ist nicht, wie anderswo ein obligates FIS-Rennen, sauber organisiert und ansonsten eben „nur“ spannend. Es ist ein Fest der Freude, ein Austria Happening, flächenmäßig die größte Fun-Arena der Welt, wenn man den Stanglwirt in Going mit einbezieht.

Die Grenzen zwischen Sportevent und dem Volksfest sind fließend, weil die Altstadt und die romantischen Gasthöfe der Umgebung mit einbezogen sind. Bewältigt wird das ganze vom Kitzbüheler Ski Club, wenn man so will, eine Institution. Der KSC, ein Denkmal, das nie verwittert, weil es sich von Generation zu Generation immer wieder regeneriert. Hinter diesem Club, seinen Mitgliedern und zahllosen Helfern, steht freilich auch das Land Tirol und die Republik. Oft nicht ganz uneigennützig. Politiker, Wirtschaftsmagnaten und Sponsoren sonnen sich im Ruhm der Gamsstadt.

Letztere, die Sponsoren, sollten allerdings nicht dem Missverständnis unterliegen, zu glauben, dass ihre beringten Boliden das Maß der Dinge seien. Maß der Dinge ist Kitzbühel, der KSC und das Rennen. Alles andere wird als Beiwerk wahrgenommen oder in Kauf genommen.

Nicht die grimmig bewachten Exponate einer Luxuselite erzeugen die Stimmung, die das Rennen trägt. Es sind die vielen tausende begeisterterten und ausgelassenen kreativen Zuschauer mit ihren Fahnen, Fähnchen und Kuhglocken aus ganz Europa. Bunt und natürlich.

LH Günther Platter Empfang in Kitzbühel