22. Aug. 2016

Tiroler LtAbg. Ahmed Demir verhöhnt christliche Kultur

Ahmed Demir, Landtagsabgeordneter der Grünen in Tirol, beleidigt in einem Facebook Eintrag Ordensschwestern in Zams, indem er deren geistliche Tracht mit der  Burka vergleicht. Dazu nimmt Landtagspräsident DDr. Herwig van Staa, mit der Empörung eines überzeugten und humanistisch gebildeten Europäers, wie folgt Stellung:

„Als Präsident des Tiroler Landtages ist für mich das Verhalten des Abgeordneten Demir, sich in dieser Weise im sozialen Netz zu äußern, nicht nachvollziehbar. Ich finde diesen Vergleich, den Herr Demir hier herstellen wollte – also geistliche Schwestern auf eine Stufe mit vermummten muslimischen Frauen zu stellen – unzumutbar“. Integration bedeute auch, sich der Kultur und den gesellschaftlichen Normen des Gastlandes anzupassen. „Diese Bemerkung Demirs, auch wenn sie witzig oder ironisch gemeint gewesen sein sollte, ist daher der Integration in keinster Weise förderlich und ich distanziere mich klar davon. Im Übrigen bin ich über LA Demir, den ich für einen bestens integrierten Menschen gehalten habe, überrascht, dass er offensichtlich doch noch nicht wirklich österreichische Kultur und Traditionen verstanden hat“.

Überrascht hätten van Staa auch die bisher nur sehr zaghaft erfolgten Distanzierungen von den Äußerungen Demirs seitens der Grünen. „Hier erwarte ich mir schon, dass gerade der österreichische Präsidentschaftskandidat und langjährige grüne Bundessprecher, Alexander Van der Bellen, der ja auch ein überzeugter Oberländer ist, sich klar äußert und sich von diesem Verhalten scharf distanziert. Ich gehe doch davon aus, dass Van der Bellen über das große soziale Engagement des Ordens von den Barmherzigen Schwestern zum Heiligen Vinzenz von Paul, seit knapp zweihundert Jahren mit seinen zahlreichen sozialen und pädagogischen Einrichtungen in ganz Tirol und insbesondere im Tiroler Oberland mit dem Krankenhaus St. Vinzenz in Zams bestens Bescheid weiß“.

Soweit Herwig van Staa.

Nun ist kultureller "Barbarismus" beileibe kein Spezifikum aus der muslimischem Kulturwelt, sondern ganz allgemein eine Charakterfrage. Damit ist also kein Wind in "rechten Segeln" zu machen.

Demir als kulturpolitischen Grobian oder als prinzipiell ungebildet zu bezeichnen, ist nicht relevant, denn mit Bildung hat das Verhalten dies Tiroler Abgeordneten wenig zu tun. Allenfalls mit Herzensbildung. Wem die Begriffe, wie „Respekt“ oder „Achtung“ nicht instinktiv gegeben sind, der muss sich allenfalls nach seiner charakterlichen Erziehung fragen lassen und vor allem nach seinem Unterbewusstsein. Das wiederum führt zu der Frage: Ist Ahmed Demir als Abgeordneter des „Hohen Landtages von Tirol“, gemessen an dessen Würde, noch tragbar? Immerhin, er hat sich entschuldigt, er bedauert sein taktlos-verletzendes Verhalten. Im Klartext, er hat kapiert, er wird an sich arbeiten.

Die Mitglieder des Ordens von den Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul haben sich in einem lange währenden Bewustseinsprozess freiwillig und  aus innerer Berufung die Pflicht des Dienens auferlegt. Des Dienens an Gott und den Menschen.

Jene Frauen, die eine Burka tragen, dienen nicht. Sie sind physisch und psychisch geknechtet. Man sieht weder ihr Lächeln, noch ihre Tränen. Man hat sie schlichtweg vermummt, und ihnen mit der Gewalt einer fundamentalistischen Ideologie das Recht auf das  eigene Gesicht genommen.

Ein Staat, der so etwas duldet, ist kein Rechtsstaat mehr, wenn seine Präambel nicht gelebt wird, die da lautet: Die Würde des Menschen ist unantastbar.

In diesem Sinne, Herr Demir, verinnerlichen Sie diesen Vorfall. Denn Sie sind es, der  als gewählter Volksvertreter in erster Linie auf Menschenwürde eingeschworen ist. Von hier aus ergibt sich jeder Lösungsansatz.

LTAbg. Ahmed Demir; Foto: Die Tiroler Grünen