05. Jul. 2016

Exodus der Briten aus der EU - das europäische Drama

Ein Drama? Ja, ist es denn kein Drama, wenn Europa aus der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs seine Lehren ziehen möchte und doch nichts zu Wege bringt. Haben sich denn die Länder miteinander verbunden, um am Ende von einem Verwaltungs-Moloch aufgefressen zu werden? Ein Monster, das jeder, auch nur möglichen weltumspannenden Gaunerei in großem Stil, nichts entgegenzusetzen hat.

Dass der Euro Probleme machen würde, war abzusehen, denn er war letztlich nichts anderes, als ein Faustpfand und eine politische Währung, um Deutschland zu binden. Das konnte gelingen, weil der Globalismus und die fortschreitende Zerstörung gewachsener Strukturen das gesellschaftspolitische Netzwerk des alten Europa zunehmend auflöste.

Hier liegt, einfach gesagt, das Kernmotiv für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU. Insbesondere die Engländer fürchten um ihre Traditionen und um die Homogenität ihres Staatsvolkes mit dem Negativbeispiel Deutschland vor Augen. Deutschland, der größte Nettozahler in der EU, immer wieder mit Misstrauen beäugt und nun auch noch bedroht von einer ethnischen Katastrophe, die von den eigenen Eliten ausgelöst wurde, steht, entweder vor einem nationalen Kollaps oder vor einem Bürgerkrieg.

Niemand mag es glauben, doch Deutschland könnte sich im Rahmen großer Umwälzungen als nächster Ausstiegskandidat herausstellen. Es sei denn, die Alliierten verhindern dies unter Anwendung der Wafffenstillstandsklauseln, die unverändert ihre Gültigkeit besitzen. Wenn die EU ihre Stategien nicht umfassend ändert, dann wird es Nacht in Europa.