25. Aug. 2010

Hansi Hinterseer: Willkommen daheim, Festumzug in Kitzbühel

Am Samstag, den 21. August fand er, wie jedes Jahr, statt. Der Große Festumzug im Rahmen der Hansi Hinterseer-Woche in Kitzbühel: Kitzbüheler Triumphzüge sind kurz aber herzlich. Sie beginnen vorm Jochberger Tor und enden 300 Meter weiter in der Vorderstadt. 

Ein letzes Shooting, ein Interview.

Nur wenige Minuten trennen ihn noch von seinen Fans, seinen Verehrern und jenen, die ihm folkloristisch Begleitschutz geben werden. Tiroler Einheimische, sie sind es, die Hansis Manifest bestätigen, das Manifest von den Bergen und der Heimat und das gegen jeden Mainstream. Ausgerechnet die Epigonen des Mainstreames, die einschlägigen Medien, sie sind es, die hier, unter Quotenzwang gesetzt, hautnah etwas erleben müssen, das sie nicht so recht einordnen können: Vergeblich suchen sie Zugang zu dem, was sie sich selbst im Dünkel ihrer vermeintlichen Rationalität verstellt haben: Zugang zur Authentizität des Hansi Hinterseer.

Sie sind verwirrt, die Medien und sie sind irritiert über das, was sie hier an geballter Emotionalität und herzlichem Miteinander erleben. 

Am Ende definiert die Journaille Hansi als Phänomen, an sich ein Begriff, der für Medienleute geradezu ein Offenbarungseid bedeutet. Mangels geeigneter Erklärung flüchtet sich der Journalismus in die Süffisanz und spricht von künstlerischem Populismus. 
Fazit, Hansi ist kein Phänomen. Hansi hat es geschafft dem ganz Normalen einen Kultstatus zu verleihen.

Und das sind Wärme und Herzlichkeit.